Reisen

Moin moin – Unser Hamburg-Trip

Im Herzen bin ich eine kleine Hamburgerin. Nach dem Studium gab es heiße Diskussionen zwischen meinem Mann und mir – er wollte nach Berlin, ich nach Hamburg. Eine pro-contra-Liste später war die Entscheidung für die Hauptstadt gefallen. Es zieht mich aber immer wieder in den hohen Norden, trotz tendenziell schlechterem Wetter (frustrierte Alltagsbeobachtungen einer Hamburger Freundin). Ich spare mir daher hier die Klassiker – wer zum ersten Mal hinreist, kommt um die Elbphilharmonie, die Reeperbahn, den Fischmarkt, die Alster und Co. natürlich nicht drumrum.

Ich mag es aber, abseits der Touristenpfade die verschiedenen Viertel kennenzulernen. Wo würde ich als Hamburgerin regelmäßig frühstücken gehen? Bei welchen Interior-Shops hätte ich garantiert eine Kundenkarte? Ich mag das Schanzenviertel (ein bisschen wie little Berlin in Hamburg), habe beim letzten Trip aber auch Altona einen Besuch abgestattet. Hier ein paar Highlights:

The Burger Lab
Früher mochte ich keine Rote Beete. Weil es die in meiner Kindheit immer nur zusammen mit Grützewurst gab. Das ist, du wirst es kaum glauben, Grütze, die aus Wurst hergestellt wurde. Ekelfaktor: 1000. Geschmack: gar nicht mal so schlecht. Aber ich schweife ab: Mittlerweile fahre ich total auf Rote Beete ab, und die optimalste Kombination ist mit Süßkartoffeln, Kichererbsen und Tahini. Dazu noch Nüsse, brauner Reis und knackiges Gemüse, und fertig ist die Grain-Bowl von The Burger Lab. Und auch die leckeren Süßkartoffelpommes und der Pulled Pork-Burger waren ein Träumchen.

© The Burger Lab

Planten en Blomen
Sehr schöne Parkanlage mit Café am Wasser, Themengärten und riesigem Spielplatz mit tollen Spielgeräten. Das (kostenlose!) Gewächshaus und die sonnigen Mittelmeerterrassen des Planten en Blomen stehen sogar unter Denkmalschutz!

Elbgold (Sternschanze)
Café mit hauseigener Rösterei und großem Innenhof. Vorteil: Der Kleine konnte die Gegend erkunden, ohne dabei gleich auf die Straße zu laufen. Der Kaffee im Elbgold ist fair trade und richtig lecker. Leider war um die Mittagszeit schon einiges von der Karte aus (z.B. das Granola). Nächstes Mal einfach früher hin!

Café Mikkels (Altona)
Ein süßes Café in Altona mit unfassbar leckeren Küchlein. Das Mikkels ist sehr klein, dadurch gibt es nur wenige Sitzplätze. Die Größe steht aber in keinerlei Verhältnis zur Beliebtheit – du solltest dich daher auf Wartezeiten einstellen. Wir wurden netterweise mit köstlichen Schokoküchlein bei der Stange gehalten. Aufs Rührei konnten wir fürs Foto dann trotzdem nicht mehr warten, nomnomnom.

Wohngeschwister
Ich glaube, ich war schon mehrmals drin und hab’s wieder verdrängt. Mir kam der Name jedenfalls ungemein bekannt vor. Neu ist allerdings, dass es jetzt eine Filiale der Wohngeschwister in Altona gibt, um die Ecke vom Café Mikkels. Was soll ich sagen – Vasen, Teppiche, Geschirr, und alles in geil. Ich komm immer und immer wieder.

Sostrene Grene
Der dänische Laden mit dem Zungenbrecher-Namen Sostrene Grene hat mich an den Flying Tiger Copenhagen erinnert: ein bisschen Ramsch und einige kleine Schätze, und das für wenig Geld. I like! Eine meiner Errungenschaften: Ein Träumchen aus Bast.

Bei einem meiner letzten Besuche taumelte ich zudem glückselig durch die Wäscherei, einem riesigen „Lifestylehaus“ mit atemberaubender Auswahl an Möbeln, Accessoires und Pflanzen, in dem auch Partys steigen. Außerdem gibt es anscheinend auch den süßen Minimarkt in der Hansestadt, den ich bisher nur aus Haarlem kenne. Ein Grund mehr, schleunigst den nächsten Hamburg-Trip zu planen!

3 Erwähnungen in “Moin moin – Unser Hamburg-Trip

  1. Das mikkels freut sich sehr über deinen wirklich tollen Eindruck , den du auf deinem Blog veröffentlich hast- und nächstes Mal klappt es sicher mit dem Rührei- ganz nett geschrieben- tausend Dank und beste Grüße nach Berlin – happy weekend- wir feiern mal wieder die ALTONALE – komm gerne vorbei:)

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